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Der grüne Mobilhof – ein Millionengrab

Die Energiewende ist Beschluss. Wir retten das Klima, ohne Atomspaltung und ohne Kohle!
Und das, während China hunderte Kohlekraftwerke baut, die USA aus den Abkommen ausgetreten sind und Japan seine Atomkraftwerke wieder in Betrieb genommen hat.

Die Welt wird unseren Ausstieg nicht am Wetter, sondern an der qualifizierten Zuwanderung bemerken, denn hohe Energiepreise und marode Sicherheits- und Infrastruktur treiben den Bürger zunehmend ins Ausland.

Dr. Weidel nennt es „falsche Alokation von Geld“ – der Bürger nennt es: Geld für Unsinn.

Folgender Unsinn sei hier exemplarisch genannt: Der grüne Mobilhof – ein großer Betriebshof des Regionalverkehrs in Bergisch Gladbach – ist ein Leuchtturmprojekt, welches die Energiewende auch in den Nahverkehr bringt.

Der Mobilhof wurde nötig, weil die Umstellung der Busflotte auf Elektrizität und Wasserstoff sowohl mehr Platz für Ladeplätze und Wasserstoffproduktion, wie auch für mehr Busse braucht.

Ca. 1,5 E-Busse werden für Ersatz eines Dieselbusses gebraucht, weil diese nicht so weit fahren und auch noch laden müssen, während ein Dieselbus bereits wieder fahren kann.

Der Mobilhof kostet ca. 60 Mio €, davon 30 Mio Förderzuschuss vom Land NRW, welches kein Geld für marode Brücken und 30 Mio € aus dem Kreishaushalt, der kein Geld für Vereine, Kinderbetreuung und Schwimmbäder hat. Zusätzlich stellt der Kreis jährlich Mehrkosten für mehr und teurere E-und Wasserstoffbusse zur Verfügung. 1,2 bis 1,5 Mio € Mehrkosten jährlich, die man nicht bräuchte, wenn man weiter Dieselbusse fahren würde.

Es wird für die Busse natürlich nur grüner Strom verwendet. Wasserstoff mit grünem Strom und eigenen Solarfeldern. Die Solarfelder auf dem Dach des Mobilhofs tragen bestenfalls 10% des notwendigen Stroms, der Rest wird als grüner Strom über dieselben Leitungen gezogen, über den der dreckigste Atom-, Kohle- , Russen- oder Trumpgasstrom läuft. Wie erkennt nun das Elektron, ob es grün ist? Die Antwort: Zertifikate! Es wird irgendwo, irgendwann Wind-, Solar- oder anderer Biostrom ins Netz gespeist, den man auf dem normalen Markt nicht gebrauchen könnte, weil der Verbraucher nicht wetterabhängig aufstehen und konsumieren/arbeiten kann. Eigentlich ist das Mehrkorn-Bio-Sonntagsbrötchen aus dem Ural vom Montag nicht zu gebrauchen. Es sei denn, man kann dem Billig-Aufbackbrötchen einfach ein Zertifikat ausstellen, dass es so schmeckt wie das Mehrkorn-Bio…. Letztlich ändert sich nichts daran, dass es keines ist. Und ebenso ist das mit den Zertifikaten für grünen Strom.

Einen Mobilhof bauen und mit zertifiziertem Ökostrom betreiben oder 30 Jahre das Krankenhaus in Wermelskirchen erhalten. Von den 1,2 bis 1,5 Mio Mehrkosten für E-und Wasserstoffbusse könnte man die Busfahrten im Kreis aufrecht erhalten. Man müsste sie nicht streichen. Das nennt man also falsche Alokation von Geld.

Und das Wetter…das merkt nichts davon.

Nebenbetrachtung:
E-Busse verlieren im Winter an Reichweite oder/und sie bleiben innen kalt und nass. Wasserstoff kostet im Verhältnis zum Diesel ca. 120 € (ca. 9 kg H2) zu 90 € (ca. 35 l Diesel) pro 100 km, was durch die Eigenproduktion durchaus nochmal gesenkt werden kann. Bei ca. 9 € Stromkosten für 1kg Wasserstoff (ohne Erstellung und Wartung der Wasserstoffproduktion), würde dies zu einem Vorteil von (90 € für Diesel und 9*9=81 €)= 9 Euro für den Strom ausmachen – auf 100 km.