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Fachkräftemangel

Löst die Intensivierung erfolgloser Strategien ein Problem?

100.000 LKW-Fahrer fehlen, so verlautbaren derzeit die Medien. Als Lösung wird die
Anwerbung ausländischer Kräfte gefordert und, um diese einsetzen zu können, die
Absenkung der Ausbildungsstandards.


Ähnliche Forderungen wurden bereits für andere Branchen erhoben.


Berücksichtigt man die Millionen Zuwanderer der letzten Jahre, dürfte dieses Problem
eigentlich nicht existieren.


Dass dennoch wieder die gleiche Forderung gestellt wird, zeigt, dass wir in Deutschland nicht
mehr in der Lage sind, auf gesellschaftlicher Ebene sachliche Entscheidungen zu treffen. Das
betrifft nicht nur den Fachkräftemangel. Das 17 Milliarden € teure Engagement in Afghanistan
hatte keine Auswirkungen. Als Reaktion darauf wurden weitere 600 Millionen in das Land
investiert.


Ein weiteres Beispiel bildet die Energieversorgung Deutschland. Jeder weiß, dass
regenerative Energien eine Volkswirtschaft nicht versorgen können. Die Auswirkungen sehen
wir in der aktuellen Kostenexplosion sowie den Lieferengpässen. Als Reaktion darauf wird der
schnellere Ausbau regenerativer Energien gefordert. Dabei stehen andere sichere, saubere
und nachhaltige Energiekonzepte zur Verfügung.


Mit der Sicherheitspolitik, der Migrationspolitik, der Verkehrspolitik und vielen weiteren
Beispielen lässt sich diese Reihe fortsetzen, bei denen durch die Intensivierung erfolgloser
Strategien Probleme gelöst werden sollen.


Kernproblem dabei ist die Ausgrenzungsstrategie, die alle Aspekte außerhalb eines
vordefinierten Rahmens massiv ächtet und unterdrückt. Das betrifft die Berichterstattung, vor
allem aber die politischen und gesellschaftlichen Gremien. Sinnvolle Entscheidungen nur
deshalb abzulehnen, weil sie von einer bestimmten Partei kommen, ist dabei Ausdruck dieses
desaströsen Mechanismus.


Was den Fachkräftemangel angeht, so darf man sich nicht wundern, wenn der Nachwuchs in
akademische Laufbahnen gedrängt wird, wenn man produktive Arbeit finanziell nicht
wertschätzt, wenn man diese im Gegenteil noch gesellschaftlich diskreditiert und nicht die
niedrigen Löhne bekämpft, sondern diese durch den Import von Arbeitskräften fundamentiert

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