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Der Druck steigt, die Prognosen sind dramatisch – Energiegipfel im Rheinisch-Bergischen Kreis zum drohenden Gasnotstand

Der Sachverhalt ist klar. Durch aktuell reduzierte Gaslieferungen in Verbindung mit dem Ukrainekonflikt und ungeschicktem Verhalten der Bundesregierung sind die aktuellen Gaslieferungen nach Deutschland stark reduziert. Deshalb droht im kommenden Winter der Leerlauf der Gasnetze mit dann dramatischen Folgen.


Damit einhergehend explodieren die Gaspreise, aber auch die anderer Energieträger und senkt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die hohe Inflation können viel Privatpersonen nicht verkraften. Aber auch Betriebe wissen nicht, wie sie damit umgehen können, wie der durch den Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft beschriebenen Bäcker, der eine Energiekostensteigerung von 2000€/Monat auf 12.000€/Monat verkraften muss.
Als Konsequenz werden sich die Sozialausgaben erhöhen und den Haushalt zusätzlich belasten. Insolvente Unternehmen verringern auf der anderen Seite die Staatseinnahmen. Und das in einer Situation, in der vergangene Regierungen die Verschuldung bis zum Anschlag ausgeweitet, unvorstellbar hohe Staatskredite ohne Hoffnung auf Rückzahlung vergeben und zur Finanzierung dessen exorbitant hohe Geldmengen gedruckt und damit die Inflation unterstützt haben.


In dieser Situation lud der Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann, Vertreter aus Bund, Land, Kreis und Kommune sowie die Vertreter der Fachverbände und Vereinigungen ein, um die Lage zu sondieren und mögliche Lösungen oder Verbesserungen auszuloten.


Eine richtige und wichtige Entscheidung, denn die drei Impulsvorträge aus den Bereichen Energiemarkt/Energieversorgung, Wirtschaft/Unternehmen und Soziales ließen keinen Interpretationsspielraum, was die Dramatik der Auswirkungen anging.
Das Leerlaufen der Gasleitungen beschreibt Dr. Ulrich Groß von der Rheinischen Netzgesellschaft deshalb als dramatisch, da jeder einzelne Nutzer nur durch einen Fachmann wieder ans Netz angeschlossen werden kann. Im „Notfallplan Gas“ können daher einzelne Kunden beschränkt werden, wobei „Geschützte Kunden“ mit weniger als 1,5 Millionen KW/h Verbrauch ausgenommen sind. Für die Masse der Menschen ist das beruhigend. Für die Großabnehmer, wie den Dämmstoffhersteller ISOVER aus Bergisch Gladbach, bedeutet das aber mitunter Schäden in Millionenhöhe, weil die technischen Anlagen damit zerstört sind. Die Flucht der Industrie in energiesichere Staaten ist damit nachzuvollziehen.


Der grüne MdB Außendorf wies in der Diskussion auf (nur) ein Szenario hin, in dem es keinen Gasnotstand geben werde, 20% der üblichen Lieferhöhe, 20% Einsparungen und 20% Rückgang der Exporte. Der wirtschaftliche Einbruch scheint als fest eingeplant, so kann man den Eindruck bekommen.
Es war also nur konsequent, dass Frau Lichtenstein, Vorstandsvorsitzende der Rheinenergie, darauf hinwies, dass wir uns auf einen nachhaltigen Wohlstandsverlust einstellen müssen. Bei Einsparungspotentialen von 8 bis 30% und zu erwartenden Kostensteigerungen von über 1000% ist das nachzuvollziehen.


Als Konsequenz dieser Bestandsaufnahme wird die Fortsetzung des Formates angestrebt. Eine Notwendigkeit, will man die Folgen bestmöglich abfedern.


Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass parallel eine grundsätzliche Überlegung über die zukünftige Energieversorgung durchgeführt werden müsse.
Der politische Tenor liegt dabei überwiegend aber auf einem forcierten Ausbau von Regenerativen Energien.
Darauf, dass dieser Ausbau zu einem großen Teil zu den jetzigen Problemen geführt hat, wurde lediglich durch Prof. Weyel, MdB der AfD, und Sebastian Weirauch, AfD-Kreistagsmitglied, hingewiesen. Es bleibt also die Frage, wie groß das Leid der Menschen werden muss, bevor sie die vorgegebenen Narrative hinterfragen.


Besonders bitter ist dabei der Fakt, dass es ausreichend günstige Energie gibt. Insbesondere die Entwicklung des Dual Fluid Reaktor böte mittelfristig (2035) Chancen, sauber, günstig, gefahrlos und unabhängig Energie in großen Mengen bereitzustellen und damit die aktuellen Probleme in Angriff zu nehmen. Dessen Entwicklung wird aber durch die aktuellen Entscheidungsträger verboten.

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